Die Zeit verfliegt wie im Flug
Nach einer langen Zeit melde ich mich mal wieder von den USA. Nun bin ich hier ja schon ziemlich genau zwei Monate und noch immer gespannt auf jeden weiteren Tag. Die Zeit hier verfliegt wirklich wie im Flug. Auf meinem Vorbereitungsseminar wurde uns mitgeteilt, dass nach durchschnittlich zwei Monaten die härteste Zeit ist. So haben bisher zwei Coworker uns leider verlassen müssen und eine wird gehen, da ihnen das Leben hier nicht zuspricht.
Ich meinerseits fühle mich jetzt immer wohler, da man nun eine gute Verbindung zu den Schülern etablieren konnte und routiniert durch den Tag geht (die Unsicherheit vom Anfang hat sich gelegt).
Außerdem habe ich jetzt neuerdings einen Kochtag am Donnerstag, indem ich für das ganze Haus einen Gaumenschmauss kochen darf. So habe ich mich diesen Donnerstag an einer Quiche probiert und ich muss sagen das Ergebnis war richtig gut - aber noch mit Hilfe meiner Hauseltern. Mein Ziel für nächsten Donnerstag ist damit klar: Eine Quiche machen ohne Hilfe, die genauso gut schmeckt.
Außer Backen und Kochen lerne ich seit neuestem (diesen Mittwoch) noch Stricken.
Warum? - Ganz einfach, ich soll es dann später einem Schüler beibringen.
Doch soweit die Theorie..an der Umsetzung happert es noch gewaltig.
Wenn ich es bis jetzt nur halblebig hinbekomme, obwohl ich mit voller Konzentration da sitze, wie soll ich es dann einem Schüler beibringen, der seinerseits dann in Zukunft selbstständig stricken soll.
Ich glaube das Erlernen dieser Fähigkeit für meinen Schüler dauert über meinen Auslandsaufenthalt an.
Die letzten Wochen durfte ich und werde ich für die Fahrerlaubnis von Beaver Run üben. Das heißt ich darf den selben Prozess wie in Deutschland in abgespeckter Weise durchlaufen. So habe ich diese Woche meinen Theorietest erfolgreich erledigt und nächste Woche steht dann der On-road-test an. Den sollte ich aber mit meinen Fahrfähigkeiten mit links bestehen - hoffe ich doch!
Wenn ich dann endlich die Fahrerlaubnis bekomme, stecke ich hier nicht mehr abends fest und kann auch an meinem freien Tag endlich die nicht unmittelbare Umgebung erkunden.
Ein harter Einschnitt in die eigene Flexibilität, wenn man plötzlich nicht mehr fahren darf..
Was außerdem nächste Woche stattfindet ist Halloween!!
Manche Schüler reden hier seit der ersten Schulwoche davon und nun ist es endlich soweit.
Halloween in Amerika ist noch einmal ein Stück anders als in Deutschland, deswegen bin ich gespannt wie es hier abgehalten wird.
Die Kostüme wurden dann gestern nach dem Abendessen mit viel Lachen verteilt oder besser gesagt, man hat sich die Teile für das eigene Kostüm geschnappt, welche in irgendeiner Weise zusammenpassten oder so schrecklich gemeinsam aussahen, das es wieder lustig war.
Mein Favorit ist ein Junge aus Dubai, den wir in einen persischen Prinzen verwandelt haben!
Mein eigenes Kostüm ist eine Ansammlung von alten Lumpen, die man auch teilweise zerreißen durfte (habe ich natürlich dann gemacht). Nichts passt zusammen, aber wenn interessierts!

